Aktuelle Veranstaltungen

 Programm - Dezember 2020 bis April 2021

  

Beachten Sie auch unsere Angebote unter Ausstellungen, Regelmässige Veranstaltungen und Kurse.



FR, 05. March19:30Das Leben von Tendol Gyaltsur für die Kinder Tibets
FR, 12. March19:30„Tigernase”
FR, 19. March19:30Borobudur – dreidimensionales Mandala und Abbild des Kosmos
SA, 20. March16:00Momo-Kochkurs
FR, 26. March19:30Limi – ein verstecktes Tal im Himalaya
FR, 16. April19:30Warum Ignoranz gegenüber China gefährlich ist
FR, 23. April19:30„Ladakh – ein Wintermärchen” und „Der unbekannte Indus”
SA, 24. April16:30Mitgliederversammlung des Vereins Tibet Songtsen House
FR, 11. June18:30Mitgliederversammlung des Vereins Shanti Med Nepal
FR, 11. June19:30Die Tharu – Leben einer Ethnie am Rande Nepals


March

FR, 05.03.21Das Leben von Tendol Gyaltsur für die Kinder Tibets
19:30h

Gedenkveranstaltung und Lesung mit Tanja Polli



Leider konnte die für April 2020 geplante Lesung aus der Biografie über Tendol Gyaltsur nicht stattfinden. Tragischerweise verstarb Tendol Gyaltsur anfangs Mai 2019 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Wir gedenken ihrer mit einer Lesung der Journalistin und Autorin Tanja Polli aus der Biografie „Ein Leben für die Kinder Tibets”.

Tendol Gyalzur flieht 1959 als Kind aus Tibet. Auf dem beschwerlichen Weg über die Pässe des Himalaya verliert sie ihre Eltern und ihren Bruder. Jahre später schickt sie der Dalai Lama nach Deutschland. Tendol lernt ihren späteren Mann Lobsang Tsultim Gyaltsur kennen und folgt ihm in die Schweiz. Ihre zwei Söhne sind noch im Teenager- Alter, als Tendol zum ersten Mal alleine nach Lhasa reist, wo sie der Not der Strassenkinder begegnet. Sie eröffnet das erste Waisenhaus Tibets, und sie und Lobsang werden Ersatzeltern von über 300 tibetischen und chinesischen Kindern.

Tanja Polli ist seit den 90er-Jahren schreibend unterwegs, u. a. als Journalistin für den Tagesanzeiger und den Beobachter und als Autorin im Elster- und Wörtersee-Verlag. Daneben organisiert sie Kulturreisen und ist Kuratorin in der Volkart-Stiftung Winterthur.

Eintritt frei, Kollekte

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FR, 12.03.21„Tigernase”
19:30h

Dokumentarfilm von Lobsang Tashi Sotrug

Zum Gedenken an den Widerstandskämpfer Takna Jigme Sangpo



Am 10. März 1959 standen die Tibeter in Lhasa gegen die Drangsalierung durch die Chinesen auf, und jedes Jahr wird dieses Aufstands gedacht, der unzählige Menschen das Leben kostete und zu einer Flüchtlingswelle führte. An diesem Tag ehren wir mit einem Gedenkanlass Takna Jigme Sangpo, der im Oktober 2020 über 90-jährig gestorben ist. Er verbrachte 37 Jahre in Haft – länger als jeder andere Gefangene – und wurde erst 2002 aus dem Gefängnis Drapchi in Lhasa entlassen. Chinesische Berichte beschrieben ihn als sturen und immer wieder zu Widerstand bereiten Gefangenen. Beim Besuch einer Schweizer Delegation rief er laut „Freiheit für Tibet!”, was ihm eine massive Haftverschärfung einbrachte.

Lobsang Tashi Sotrug erstellte dieses Filmporträt des eigensinnigen Tibeters als Abschlussarbeit an der Zürcher Hochschule der Künste.

Dauer 52 Min., tibetisch und Dialekt mit deutschen, französischen und englischen UT.

Eintritt: Fr. 15.–

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FR, 19.03.21Borobudur – dreidimensionales Mandala und Abbild des Kosmos
19:30h

Indonesien-Reihe (3)

Bildervortrag von Michael Henss





Der Referent führt uns auf eines der grössten und grossartigsten buddhistischen Bauwerke und eine Unesco-Weltkulturerbe-Sehenswürdigkeit, an Bedeutung mit den Tempelanlagen von Angkor und Pagan vergleichbar. Der monumentale Tempel von Borobudur in Java, Indonesien, ist über 1000 Jahre alt und in Form eines riesigen Stupa erbaut. Das einzigartige Heiligtum ist überaus reich an Bilderzählungen aus dem Leben Buddhas und nur selten dargestelltem Skulpturenschmuck.

Michael Henss erläutert Symbolik und Bedeutung dieses Modells des Universums und der buddhistischen Erlösungslehre in Bild und Text und vergleicht mit späteren tibetischer Kunst.

Dr. Michael Henss ist Kunsthistoriker und Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel über asiatische Kunst mit Schwerpunkt auf Tibet und Ostasien. Sein neues Werk „Buddhist Ritual Art of Tibet”, präsentiert die Ritualwelt des esoterischen Buddhismus. 2014 erschien sein zweibändiges Standardwerk „The Cultural Monuments of Tibet”. Er war Co-Kurator der Ausstellung „Die 14 Dalai Lamas”.

Eintritt: Fr. 15.–

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SA, 20.03.21Momo-Kochkurs
16:00h

mit Dechen Kaning

GZ Oerlikon, Gubelstr. 10, 200 Meter vom Songtsen House entfernt

16 bis 21 Uhr



Wer isst nicht gerne die tibetische Festmahlzeit Momo, die leckeren Teigtaschen mit einer Rind-Yak-Fleischfüllung oder mit Gemüse? Von Dechen können Sie die Zubereitung von A bis Z lernen. Wir beginnen mit der Zubereitung des Teiges und der Füllung, falten die Taschen und erfahren, worauf beim anschliessenden Dämpfprozess zu achten ist. Bei der Herstellung des Desserts, einer Mango-Creme, folgen wir Dechens Hausrezept.

Ab 18.30 Uhr geniessen wir das Essen. Gäste, die nur zum Essen kommen wollen, sind willkommen, falls noch Platz verfügbar ist. Zum Essen wird ein Glas Wein, tibetischer Tee und Mineralwasser serviert. Teilnehmerzahl beschränkt.

 

Anmeldung unter anmeldung@songtsenhouse.ch

Kurs und Abendessen: Mitglieder: Fr. 45.-
Nicht-Mitglieder: Fr. 55.-

Nur Abendessen: Mitglieder: Fr. 25.-
Nicht-Mitglieder: Fr. 30.-

Kinder ab 10 Jahren zahlen die Hälfte, jüngere gratis

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FR, 26.03.21Limi – ein verstecktes Tal im Himalaya
19:30h

Bildervortrag von Tara Bate



Die Kulturanthropologin Tara Bate forscht im Limi-Tal, das auf 4000 bis 5000 Metern Höhe im Humla-Distrikt in Nordwest-Nepal liegt, nahe der tibetischen Grenze. Das Tal ist fünf Tagesmärsche vom nächsten Flughafen entfernt, bis heute existiert keine Strassenverbindung zum Rest Nepals. Die Talbewohner sprechen einen eigenen tibetischen Dialekt und sind Anhänger der buddhistischen Kagyu-Schule, aber auch Animisten. Sie haben die Abgeschiedenheit in Bezug auf Politik, ihre Identität und die Förderung von Tourismus gut genutzt. Diese Randlage ist allerdings relativ neu; bevor die Grenze zu Tibet geschlossen wurde, lag Limi recht zentral.

Tara Bate wird die geschichtliche Entwicklung des Tals aufrollen und sich zu den aktuellen intensiven wirtschaftlichen, sozialen und politischen Umwälzungen äussern.

Tara Bate wuchs in Paris auf, studierte Literatur und schloss in Genf ihren Master in Development Studies ab. Seit drei Jahren arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit als Sozial- und Kulturanthropologin.

Vortrag in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche.

Eintritt: Fr. 15.-

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April

FR, 16.04.21Warum Ignoranz gegenüber China gefährlich ist
19:30h

Referat der Sinologin Claudia Wirz

(Verschoben vom 6. November 2020)





Die attraktiven Möglichkeiten, in der Volksrepublik China Geld zu verdienen, haben den Westen blind gemacht für die Tatsache, dass in dem Land nach wie vor eine Diktatur herrscht, die ihre Gegner mit gnadenloser Konsequenz verfolgt, beseitigt und zum Schweigen bringt. Die Kommunistische Partei Chinas hat sich spätestens mit dem Amtsantritt von Xi Jinping aufgemacht, die Welt zu erobern. Gezielt unterwandert sie die westlichen Strukturen, kauft Schlüsselindustrien auf und schafft Abhängigkeiten. Der Westen setzt diesen Aktivitäten nichts entgegen, sei es aus Unwissen oder Desinteresse. Um mit der neuen Supermacht umzugehen, eine weitere Machtausweitung zu verhindern und Strategien gegen das Streben nach Hegemonie zu entwickeln, brauchen wir aber dringend mehr Wissen über China.

Claudia Wirz ist freie Publizistin und Sinologin. Sie hat von 1985 bis 1988 in der Volksrepublik studiert und ist seither unzählige Male nach Festlandchina und Hongkong zurückgekehrt. Wie viele Journalisten erhält sie – wenn überhaupt – nur noch unter besonders restriktiven Bedingungen ein Visum.

Eintritt: Fr. 15.-

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FR, 23.04.21„Ladakh – ein Wintermärchen” und „Der unbekannte Indus”
19:30h

Filmretrospektive von Jaroslav Poncar



Jaroslav Poncar ist nicht nur Fotograf, sondern auch Autor einer Reihe von Dokumentarfilmen, die im deutschen Fernsehen gezeigt wurden. Unsere kleine Retrospektive beginnt mit den Filmen „Der unbekannte Indus” (1980) und „Ladakh – ein Wintermärchen” (1982). Jaroslav Poncar und sein Kameramann und Produzent Wolfgang Kohl erstellten unter schwierigen Bedingungen im Hochland des einstigen Königreichs Ladakh, das heute zu Indien gehört, diese beeindruckende Dokumentation, unter anderem von seltenen Ritualen und vom Klosterleben der buddhistischen Mönche in den Klöstern Tikse und Alchi.

Dr. Jaroslav Poncar wurde 1945 in Prag geboren und lebt seit 1973 in Köln, wo er eine Professur an der Technischen Hochschule innehatte. Nebst Reisen in Afrika, Arabien und Zentralasien befasste er sich besonders mit dem Westhimalaya, Tibet, Indien, Burma, Kambodscha und Afghanistan. Mehrere Jahre wirkte er als Co-Direktor im Apsara-Conservation-Projekt in Angkor Wat. Seit 2015 nimmt er an einem Projekt zur Dokumentierung von Manuskripten und Klöstern in Mustang teil.

Eintritt: Fr. 15.-

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SA, 24.04.21Mitgliederversammlung des Vereins Tibet Songtsen House
16:30h

mit Apéro Riche

Türöffnung: 16.30 Uhr
Geschäftlicher Teil: 17 Uhr

Lassen Sie sich über das vergangene Jahr mit seinen Highlights orientieren. Wir können Ihnen ferner auch einige Perlen in den kommenden Programmen vorstellen. Anschliessend laden wir Sie zu einem Apéro riche ein. Gerne ergreifen wir die Gelegenheit, uns bei Ihnen persönlich für Ihre Unterstützung zu bedanken.

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June

FR, 11.06.21Mitgliederversammlung des Vereins Shanti Med Nepal
18:30h

Türöffnung: 18 Uhr

Die Präsidentin Ruth Gonseth führt durch die 12. Mitgliederversammlung des Vereins Shanti Med Nepal. Sie berichtet unter anderem von der Situation Nepals inmitten der Corona-Krise, wie die Nepalesen damit zurechtkommen und über den Beitrag des Vereins zur Unterstützung der Menschen im Terai in der Gegend des Ratnanagar Spitals, dessen Patienten die hauptsächlichen Nutzniesser der Hilfe sind.

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FR, 11.06.21Die Tharu – Leben einer Ethnie am Rande Nepals
19:30h

Nepalesischer Film über das Kamaiya-System

Das Kamaiya-System in Nepal bedeutete ein Leben in Abhängigkeit von Grossgrundbesitzern und band die Betroffenen über Generationen an die reichen Landbesitzer. Es betraf im Terai vor allem die traditionell ansässigen Tharu, die von Zuzügern verdrängt wurden und sich bei den neuen Landeigentümern verschulden mussten.

Wir zeigen den zweiteiligen Dok-Film der Filmemacher Pranay Limbu, Hari Thapa und Rudra Bahadur Gurung in zwei Teilen am gleichen Abend. Der erste Teil (32 Minuten) „Bonded for Generations“ zeigt die Entwicklung bis zum Verbot des Kamaiya-Systems im Jahr 2000, in dem die Regierung wegen Verfassungswidrigkeit den gebundenen Menschen dieser effektiven Versklavung die Freiheit gab. Der zweite Teil (40 Minuten) zeigt unter dem Titel „Unfinished Revolution“ die tragische Situation der Befreiten, die von den Landbesitzern vertrieben wurden und von denen viele immer noch darum kämpfen, das versprochene Land von der Regierung zu bekommen.

Die Filme werden in Nepali mit englischen Untertiteln gezeigt. Anschliessend hoffen wir am traditionellen Apéro riche, wieder anstossen können.

Eintritt: frei, Kollekte

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