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FR, 05.06.20Unterwegs in Afghanistan
19:30h

mit dem Fotografen Jaroslav Poncar



2010 erhielt Jaroslav Poncar von der deutschen GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) den Auftrag, das kulturelle Erbe Afghanistans fotografisch zu dokumentieren und lokale Fotografen auszubilden. Während eines Jahres bereiste er das Land, dessen Bild bei uns von Krieg und Gewalt bestimmt wird, mit fotografischem Blick. Trotz den oftmals durch Sicherheitsbelange erschwerten Arbeitsbedingungen erhielt Poncar die seltene Gelegenheit, einen Einblick in das Land und seine Kultur zu gewinnen. Afghanistans herbe Schönheit mit seinen weiten Steppen, majestätischen Bergwelten und rauen Felswüsten kommt dabei ebenso ins Bild wie Ansichten der wichtigen kulturellen Zentren und das alltägliche Leben der Afghanen. Poncar reiste nach Bamiyan und dokumentierte die Zerstörung der grossen Statuen durch die Taliban. Seine Bilder erzählen u. a. vom Leben in den Strassen Kabuls, von Balkh, Mazar-e Sharif, Ghazni und Herat sowie von der berühmten Band-e-Amir-Seenkette.

Dr. Jaroslav Poncar wurde 1945 in Prag geboren und lebt seit 1973 in Köln, wo er eine Professur an der Technischen Hochschule innehatte. Sein Schwerpunkt lag, nebst Afrika und Arabien, in Süd- und Zentralasien, besonders im Westhimalaya, in Tibet, Indien, Burma, Kambodscha und Afghanistan. Mehrere Jahre wirkte er als Co-Direktor im Apsara-Conservation-Projekt in Angkor Wat. Seit 2015 nimmt er an einem Projekt zur Dokumentierung von Manuskripten und Klöstern in Mustang teil.

Jaro Poncars prachtvoller Bildband Afghanistan ist in einer Neuauflage von 2016 zum Preis von Fr. 68.– erhältlich.

Eintritt: Fr. 15.–

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